Lob für Schäuble reaktionär?
Donnerstag, April 26th, 2007Gestern hat unser Institutsdirektor Dr. habil. Peter Robejsek in seiner Analyse „Im Zweifel für Schäuble“ ein Plädoyer für dessen bisherige Politik als Innenminister gehalten. Heute erreichte uns folgende E-mail dazu:
„die letzte Analyse Ihrer Reihe „Aktuelle Analysen“ von Herrn Prof. Robejsek hat mich zu guter Letzt davon überzeugt, dass ich in Zukunft Ihre Analysen nicht mehr erhalten möchte. Eine derartig reaktionäre, populistische Stellungnahme zu einem hoch sensiblen Thema (die Freiheitsrechte unserer Gesellschaft) ist in ihrem Ton und ihrer einseitigen Tendenz kaum zu überbieten.“
Diese Reaktion spiegelt den von Dr. Robejsek „gestrigen Zeitgeist eines Teils der politischen Eliten und des Großteils der veröffentlichten Meinung“ wieder, gegen den sich Schäuble mit seinen Plänen zur Speicherung von Fingerabdrücken (vorerst?) nicht durchsetzen konnte. Das interessante ist: hie argumentiert Dr. Robejsek mit „gestrig“ und „Großteil der veröffentlichten Meinung“, dort argumentiert unser Leser, Dr. Robejseks Plädoyer für Schäuble sei „reaktionär“ und „populistisch“. Wer hat Recht? Einer muss irren - denn beide Positionen können nicht zugleich reaktionär/gestrig und populistisch/Großteil der veröffentlichten Meinung sein. Oder ist dies ein weiterer Irrtum nun meinerseits???
Fazit: Schäuble irritiert und regt zum Nachdenken an.