Archive for Dezember, 2007

Jahresausblick 2008: „Europas Stärke und Chinas Schwäche. Eine Verteidigung des alten Kontinents gegen seine Verächter“

Samstag, Dezember 29th, 2007

Jahresausblick 2008 des HAUS RISSEN HAMBURG ist erschienen

Wenn im Jahr 2008 die ganze Welt nach China blickt, dann werden uns die Journalisten wieder vorhalten wie träge und satt die Europäer gegenüber den dynamischen und hungrigen Chinesen geworden sind. Publizisten werden gebetsmühlenartig das Bild von asiatischen Angreiferstaaten und europäischen Abschiedsgesellschaften bemühen. Experten werden neuerlich die vermeintliche globale Verschiebung von Macht und Wohlstand nach Asien beschwören. Horrorszenarien von Ökonomen, in denen die industrielle Produktion nach China wandert und ein Heer von Arbeitslosen in Europa zurück lässt, werden wieder ihre gläubige Gemeinde finden. Unternehmer werden mit glänzenden Augen erzählen, wie in China über Nacht Hafenanlagen hochgezogen werden, für die europäische Behörden alleine zehn Jahre für die Baugenehmigung benötigen würden.

In solchen Zeiten ungehemmter China- und Asieneuphorie und verächtlicher Europaskepsis haben es die Verteidiger des alten Kontinents nicht leicht. Für Dr. Eckard Bolsinger, Wissenschaftlicher Leiter des Internationalen Instituts für Politik und Wirtschaft in Hamburg (HAUS RISSEN HAMBURG) sind die europäische Gesellschaften langfristig gesehen aber keineswegs im Abstieg begriffen; sie werden sich gegenüber der asiatischen Herausforderung behaupten können. Bolsinger beschreibt zwei fundamentale Stärken Europas, die dem alten Kontinent auch in Zukunft Wettbewerbsvorteile sichern werden.

Lesen Sie den vollständigen Jahresausblick 2008 unter http://www.hausrissen.org/e82/e134/e61/e2465/index_ger.html und kommentieren Sie hier!

Audiocast #12: „Politische Bildung ist wieder in! Die Zukunft der politischen Bildung für Schülerinnen und Schüler“

Donnerstag, Dezember 20th, 2007

Audiocast Politics-To-Go #12 des HAUS RISSEN HAMBURG ist erschienen

So komplex die Umwelt und die Gesellschaft geworden sind, so anspruchsvoll sind auch die Schüler und ihre Erwartungen an politische Bildungsarbeit geworden. Es genügt eben nicht mehr, ihnen im Rahmen des konventionellen „Frontalunterrichtes“ Werte und Politik zu vermitteln. Sie verlangen nach einer interessanteren Gestaltung. Allerdings: Die Vermittlung von politischer Bildung war schon immer eine große Herausforderung, nur führte der bisherige Weg in eine falsche Richtung.

Patrick Rosenow, seit November neu im Team der wissenschaftlichen Mitarbeiter des HAUS RISSEN HAMBURG, zeigt am Beispiel des „Model United Nations“, wie interaktive Planspiele eine Antwort auf die zentrale Frage ist: Wie lernen die Schüler am besten für ihr weiteres Leben Kernkompetenzen wie Konfliktfähigkeit, Wertebezug, Toleranz, Solidarität und eine fundierte Urteilsfähigkeit? 

Hören Sie dazu mehr im Audiocast Politics-To-Go #12 unter http://www.earpaper.de/loudblog/audio/podcast-2007-12-18-81197.mp3  als mp3-Datei.

Den kompletten Text zum Nachlesen finden Sie online als Aktuelle Studie vom 20.12.2007 unter http://www.hausrissen.org/e82/e134/e65/e2452/index_ger.html auf den Internetseiten von HAUS RISSEN HAMBURG.

Aktuelle Analyse „Ende gut, alles gut!? Der Klimagipfel auf Bali“

Dienstag, Dezember 18th, 2007

„Klimakatastrophe“ ist das Wort des Jahres 2007. Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) begründete ihre Wahl damit, dass dieser Begriff präzise die bedrohliche Entwicklung kennzeichne, die das Weltklima nimmt. An dieser Entwicklung kann freilich auch eine Klimakonferenz nichts ändern, aber sie kann es versuchen. In unserer Aktuellen Analyse Nr. 180: »Ende gut, alles gut!? Der Klimagipfel auf Bali« zeigt Jutta Hill auf, weshalb die beschlossene „Bali-Roadmap“ ihren praktischen Wert noch beweisen muss.

Lesen Sie die vollständige Analyse unter http://www.hausrissen.org/e82/e134/e61/e2441/index_ger.html und kommentieren Sie hier!

Aktuelle Studie: Symbolpolitik oder neue Partnerschaft? Der Gipfel der Europäischen und Afrikanischen Union in Lissabon

Dienstag, Dezember 11th, 2007

Diesen Sonntag ging der Gipfel zwischen den Regierungschefs der EU und AU zu Ende. Auf diesen Gipfel wurde lange gewartet: Im Jahr 2000 hatte die letzte offizielle Zusammenkunft zwischen den Repräsentanten der beiden Staatenzusammenschlüsse in Kairo stattgefunden. Die dementsprechend drängenden Themen und offenen Fragen wurden aber schon im Vorfeld von der Auseinandersetzung zwischen dem britischen Premier Gordon Brown und Simbabwes Staatsoberhaupt Robert Mugabe überschattet. Auch während des Gipfels hatten die Journalisten viel Unerfreuliches zu melden wie etwa die angebliche Auseinandersetzung zwischen Merkel und Mugabe um dessen Innen- und Menschenrechtspolitik oder die Weigerung wichtiger afrikanischer Regierungschefs, das vorgesehene Handelsabkommen zwischen den Unionen zu unterschreiben, welches vorher als Kernstück der Verträge gepriesen worden war.

Dennoch unterzeichneten die Teilnehmer des Gipfels zum Abschluss einen gemeinsamen Aktionsplan, der einen Neubeginn der europäisch-afrikanischen Beziehungen einleiten soll. Kann man aber angesichts der eindeutigen Unstimmigkeiten zwischen den beiden Organisationen von einem solchen Neuanfang sprechen?

Lesen Sie dazu die Aktuelle Studie vom 11. Dezember 2007 des HAUS RISSEN HAMBURG unter http://www.hausrissen.org/e82/e134/e65/e2427/index_ger.html.

Der ganze Text als pdf: Aktuelle Studie vom 11. Dezember 2007.

Audiocast #11: „Sollte die Türkei aufgrund eines gemeinsamen Sicherheitsverständnisses im Nahen Osten in die Europäische Union aufgenommen werden?“

Freitag, Dezember 7th, 2007

Die elfte Ausgabe unseres Audiocasts Politics-To-Go ist erschienen:

Auf der Grundlage der Szenarien in der Mapping the Global Future 2020 von Wissenschaftlern im Auftrag des amerikanischen National Strategy Institut wurde beschrieben, dass die Erweiterung um die Türkei die EU außenpolitisch stärken würde und den regionalen Bezug und somit das elementare europäische Interesse an dem Nahen Osten erhöhen würde. Einzig die Aufnahme der Türkei würde die EU in die Möglichkeit bringen globale Ordnungsmacht zu werden, diese Aufnahme sei somit nur noch eine Frage der Zeit.

Dennoch bleiben für Ricarda Steinbach, wissenschaftliche Mitarbeiterin des HAUS RISSEN HAMBURG und Expertin im Bereich europäische Sicherheitspolitik, trotz der positiven Prognose zur militärischen und strategischen Stärkung der EU durch die Türkei einige Frage offen. Diese Konstellation – eine Europäische Union mit der Türkei – wäre nur dann von sicherheitspolitischem Vorteil, wenn die EU ein eigenständiges sicherheitspolitisches Profil hätte, so wie in der europäischen Sicherheitsstrategie 2003 als Absichtserklärung festgeschrieben, und wenn es ein gemeinsames Sicherheitsverständnis der europäischen Staaten mit der Türkei gäbe.

Mehr dazu hören Sie in unserem Audiocast Politics-To-Go #11. Sie können das Skript auch als Aktuelle Studie vom 3.12. 2007 lesen.