Archive for the ‘Politics-To-Go’ Category

Audiocast #12: „Politische Bildung ist wieder in! Die Zukunft der politischen Bildung für Schülerinnen und Schüler“

Donnerstag, Dezember 20th, 2007

Audiocast Politics-To-Go #12 des HAUS RISSEN HAMBURG ist erschienen

So komplex die Umwelt und die Gesellschaft geworden sind, so anspruchsvoll sind auch die Schüler und ihre Erwartungen an politische Bildungsarbeit geworden. Es genügt eben nicht mehr, ihnen im Rahmen des konventionellen „Frontalunterrichtes“ Werte und Politik zu vermitteln. Sie verlangen nach einer interessanteren Gestaltung. Allerdings: Die Vermittlung von politischer Bildung war schon immer eine große Herausforderung, nur führte der bisherige Weg in eine falsche Richtung.

Patrick Rosenow, seit November neu im Team der wissenschaftlichen Mitarbeiter des HAUS RISSEN HAMBURG, zeigt am Beispiel des „Model United Nations“, wie interaktive Planspiele eine Antwort auf die zentrale Frage ist: Wie lernen die Schüler am besten für ihr weiteres Leben Kernkompetenzen wie Konfliktfähigkeit, Wertebezug, Toleranz, Solidarität und eine fundierte Urteilsfähigkeit? 

Hören Sie dazu mehr im Audiocast Politics-To-Go #12 unter http://www.earpaper.de/loudblog/audio/podcast-2007-12-18-81197.mp3  als mp3-Datei.

Den kompletten Text zum Nachlesen finden Sie online als Aktuelle Studie vom 20.12.2007 unter http://www.hausrissen.org/e82/e134/e65/e2452/index_ger.html auf den Internetseiten von HAUS RISSEN HAMBURG.

Audiocast #11: „Sollte die Türkei aufgrund eines gemeinsamen Sicherheitsverständnisses im Nahen Osten in die Europäische Union aufgenommen werden?“

Freitag, Dezember 7th, 2007

Die elfte Ausgabe unseres Audiocasts Politics-To-Go ist erschienen:

Auf der Grundlage der Szenarien in der Mapping the Global Future 2020 von Wissenschaftlern im Auftrag des amerikanischen National Strategy Institut wurde beschrieben, dass die Erweiterung um die Türkei die EU außenpolitisch stärken würde und den regionalen Bezug und somit das elementare europäische Interesse an dem Nahen Osten erhöhen würde. Einzig die Aufnahme der Türkei würde die EU in die Möglichkeit bringen globale Ordnungsmacht zu werden, diese Aufnahme sei somit nur noch eine Frage der Zeit.

Dennoch bleiben für Ricarda Steinbach, wissenschaftliche Mitarbeiterin des HAUS RISSEN HAMBURG und Expertin im Bereich europäische Sicherheitspolitik, trotz der positiven Prognose zur militärischen und strategischen Stärkung der EU durch die Türkei einige Frage offen. Diese Konstellation – eine Europäische Union mit der Türkei – wäre nur dann von sicherheitspolitischem Vorteil, wenn die EU ein eigenständiges sicherheitspolitisches Profil hätte, so wie in der europäischen Sicherheitsstrategie 2003 als Absichtserklärung festgeschrieben, und wenn es ein gemeinsames Sicherheitsverständnis der europäischen Staaten mit der Türkei gäbe.

Mehr dazu hören Sie in unserem Audiocast Politics-To-Go #11. Sie können das Skript auch als Aktuelle Studie vom 3.12. 2007 lesen.

Audiocast #10: „Chinas Zukunft ist die Vergangenheit Europas: Wie China aus der europäischen Erfahrung lernt“

Mittwoch, Oktober 24th, 2007

Die zehnte Ausgabe unseres Audiocasts Politics-To-Go ist erschienen:

Die europäischen Debatten über den Aufstieg Chinas und seine Auswirkungen auf die Welt drehen sich meist um rein wirtschaftliche Fragen. Ob als riesiger Absatzmarkt oder preisgünstige Produktionsstätte, Chinas Zukunft wird fast ausschließlich durch die ökonomische Brille wahrgenommen. Schieben sich kurzfristig dennoch politische Themen in den Vordergrund, so dreht es sich häufig um Themen wie Menschenrechte, Umweltverschmutzung und Demokratiedefizit. Übersehen wird aber, dass sich China auch politisch modernisiert. Für Dr. Eckard Bolsinger, Wissenschaftlicher Leiter am Internationalen Institut für Politik und Wirtschaft in Hamburg (HAUS RISSEN HAMBURG), ist Chinas schnelle wirtschaftliche Entwicklung von einer einzigartigen politischen Dynamik begleitet: Der Wille zum Reichtum verbindet sich mit dem Willen zur Macht. Die herausragenden Merkmale des politischen Modernisierungsprozesses Chinas sind dabei ein wachsender Nationalismus und der Ausbau seines militärischen Potentials. Nur vor diesem Hintergrund wird deutlich, so Bolsinger, warum Chinas rapides Wirtschaftswachstum auch die Weltpolitik grundlegend umwälzen wird.

Mehr dazu hören Sie in unserem Audiocast Politics-To-Go #10. Sie können das Skript auch als Aktuelle Studie vom 18. 10. 2007 lesen.

Politics-To-Go #9 „Die deutsch-französischen Beziehungen zwischen Freundschaftsrhetorik und Interessenpolitik“

Montag, Oktober 1st, 2007

Die neunte Ausgabe unseres Audiocasts Politics-To-Go ist erschienen.  Vita Thormann, Mitarbeiterin am HAUS RISSEN HAMBURG, analysiert die gegenwärtige Lage der deutsch-französischen Beziehungen. Für Thormann steht die deutsche Frankreichpolitik vor einer klaren Entscheidung: Statt weiterhin einem sentimentalen Verständnis der deutsch-französischen Beziehungen anzuhängen, sollte die deutsche Bundesregierung die Interessenpolitik Frankreichs akzeptieren und auch die eigenen Interessen entschlossener in den Vordergrund stellen.

Stichwahl in Paris, 6. Mai 2007: Nach der langen Präsidentschaft Jaques Chiracs und der gescheiterten Verfassung der Europäischen Union bestehen Hoffnungen in ganz Europa auf frischen Wind für Frankreich, die deutsch-französischen Beziehungen und die EU.

Heute steht fest: Wind hat der französische „Hyperpräsident“ Nicolas Sarkozy ohne Zweifel gebracht, doch so stark und unberechenbar wie der weht, haben ihn sicher nicht alle erwartet. Ob die Inszenierung der Begnadigung der bulgarischen Krankenschwestern in Libyen, die Waffengeschäfte mit der libyschen Regierung, die Ankündigung, Frankreich werde die Zusage auf einen ausgeglichenen Haushalt im Jahr 2010 nicht einhalten oder Pläne über eine Union der Mittelmeer-Anrainer-Staaten – Sarkozy betreibt pure Interessenpolitik, die wenig Rücksicht auf die Befindlichkeiten anderer Länder nimmt.

Mehr dazu hören Sie in unserem Audiocast Politics-To-Go #9. Sie können das Skript auch als  Aktuelle Studie vom 30.09.2007 nachlesen.

Audiocast zum Jahrestreffen 2007 / »Politik und Medien« Thema des Vortrags von Prof. Donsbach

Montag, September 10th, 2007

Einen „Teufelskreis der politischen Oberflächlichkeit“ diagnostizierte Prof. Dr. Donsbach, Kommunikationswissenschaftler der TU Dresden, bei seinem Vortrag im HAUS RISSEN HAMBURG anlässlich des Jahrestreffens 2007. Die zunehmende Komplexität der politischen Sachverhalte führt dazu, dass in den Medien zunehmend Personalisierung, Skandalisierung und Boulevardisierung vorherrschen. Diese wiederum befördern ein rückläufiges Politikverständnis und ein schwindendes Interesse an Themen des öffentlichen Lebens, was angesichts der stetig wachsenden Komplexität der Sachverhalte den Teufelskreis erneut in Gang setzt. Begünstigt wird dieser Teufelskreis durch die „Drei-Klassen-Informationsgesellschaft“, bei der nur eine kleine Elite in einem hohen Maß die Medien zur politischen Information nutzt, während die etwas größere Klasse der politisch Halbgebildeten zumindest ein oberflächliches Interesse an Politik hat und sich zumindest über Talkshows informiert. Der größte Teil der Bevölkerung gehört inzwischen aber zum „kommunikativen Prekariat“, das politikfern ist und praktisch keine Medien zur Information nutzt. Auch das Internet schließt dabei nicht die Lücke der rückläufigen Lektüre von Tageszeitungen, da es letztlich die gleiche informative Elite ist, die sich über gedruckte und elektronische Medien informiert.

Eine Begleiterscheinung des Teufelskreises der politischen Oberflächlichkeit ist auch eine Veränderung der Politikerpersönlichkeiten, so Donsbach. Da Politiker nur noch um die zehn Sekunden Zeit haben, mit einem Statement Politik im Fernsehen zu erklären, wird die Wirkung der Person wichtiger als der transportierte Inhalt. Diese personalisierte Darstellung spricht aber besonders Menschen mit einer Neigung zur Selbstdarstellung an, die sich dann noch politisch engagieren.

Parallel zum schwindenden Vertrauen in die Politik gefährden jedoch auch medieninterne Entwicklungen selbst das öffentliche Vertrauen in die Glaubwürdigkeit der Nachrichten. Donsbach kritisierte besonders die wachsende Zahl von Tauschgeschäften zwischen Medien und Wirtschaft. Medienpartnerschaften, Werbung gegen PR-Artikel und umgekehrt sowie der Verzicht auf kritische Berichterstattung zugunsten von Werbekunden missbraucht den Vertrauensvorschuss, den Medien noch beim Publikum genießen. Daher seine Forderung: „Baut die Mauer wieder auf!“ – und zwar die Mauer zwischen Redaktion und Anzeigen.

Eine Zusammenfassung des Vortrags von Prof. Donsbach und Stimmen der Gäste beim Jahrestreffen 2007 hören Sie in unserer Sonderausgabe des Audiocast Politics-To-Go unter http://www.earpaper.de/loudblog/audio/podcast-2007-09-10-49899.mp3 als mp3-Datei.

Politics-To-Go #8 „Generation Praktikum – zwischen Traumziel und Tretmühle“

Dienstag, September 4th, 2007

Die achte Ausgabe unseres Audicasts Politics-To-Go ist erschienen. Diese nimmt zum Start des neuen Schuljahres noch einmal die Generation Praktikum in den Blick: Es war das Sommerthema des Jahres 2006: die Generation Praktikum! Eng verbunden sind auch die Stichwörter des neuen Prekariats und der urbanen Penner. Ein Jahr später hört man nur noch wenig von diesem Phänomen. War nichts dran? War es doch mehr gefühltes Phänomen als Realität? Oder verdeckt nur der Rückgang der Arbeitslosigkeit das Problem?

Mehr dazu hören Sie im Audiocast Politics-To-Go #8. Sie können das Skript auch als Aktuelle Studie vom 04.09.2007 nachlesen.